Die erste Fußball-Mannschaft des SV Mehring belegt aktuell in der Kreisliga 1 den 13. Platz im 15er-Klassement.....

wäre die Saison jetzt bereits zu Ende, würde der Klassenerhalt nur über die Relegation zu schaffen sein. Das Team befindet sich bereits in der Winterpause, das für letzen Freitag angesetzte Spiel gegen den TSV Reischach wurde abgesagt.

Wie der SVM aus dem Tabellenkeller wieder rauskommen soll, und wie er da überhaupt reingeraten ist, darüber hat sich der Anzeiger mit Abteilungsleiter Christoph Kalchauer und Trainer Michael Lichtenegger unterhalten.

„Ja, wir haben einen sehr dünnen Kader für die erste Mannschaft. Insgesamt zählen wir 18 Spieler, die uns aber wegen beruflicher und schulischer Verpflichtungen sowie Verletzungen nicht immer zur Verfügung stehen“, erklärt Abteilungsleiter Christoph Kalchauer. Auch zu Beginn der Saison 2024/25 hatte Mehring zu kämpfen. Nach einer grandiosen Aufholjagd in der Rückrunde mit nur einer Niederlage in 14 Partien sprang am Ende doch noch Rang 5 in der Kreisliga 2 raus.

Diese Leistung blieb auch im Umkreis nicht unbemerkt, sodass der SVM fünf Leistungsträger in die Landes- und Bezirksliga ziehen lassen musste, darunter Maximilian Damoser, Clemens Greifenstein und Samuel Stutz, die zum TSV Kastl wechselten, – ein Zeichen für die hervorragende Arbeit und Ausbildung im Verein. Neben den Abgängen gab’s nur einen Neuzugang. Außerdem standen Trainer Michael Lichtenegger in der laufenden Runde Spieler mit Zweitspielrecht nur selten zur Verfügung, wie er selbst berichtet. Aufgrund der angespannten Personalsituation mussten in der Hinrunde einige junge Akteure aus der U19-Spielgemeinschaft, die mit Raitenhaslach und Emmerting in der Kreisliga gemeldet ist, einspringen. „Die Jungs sind trotz ihres jungen Alters technisch hervorragend ausgebildet“, betont Lichtenegger. „Nicht umsonst konnte die Mannschaft die Vizemeisterschaft in der U19-Kreisliga-Hinrunde einfahren.“ Komplettiert wurde der SVM-Kader der „Ersten“ durch Spieler der Reserve.

Der eigene Nachwuchs – wie auch potenzielle Neuzugänge – können in Mehring sofort Einsatzzeiten im Kreisliga-Fußball erhalten. „Also schon auf einem ansprechenden Niveau, das für manche ein Sprungbrett in höhere Ligen bedeuten kann“, erklärt Kalchauer. Die Planungen für die Winterpause laufen bereits auf Hochtouren. Mit einigen Fitnesseinheiten, einem externen Trainingslager Ende Januar und zahlreichen Testspielen auf Kunstrasen ist der Vorbereitungsplan bereits finalisiert. Auch die Team-Events zur Regeneration und für den Zusammenhalt werden nicht zu kurz kommen. „Wir legen viel Wert auf unsere Gemeinschaft und eine geschlossene Außenwirkung. Dank des Fördervereins konnten wir den gesamten Seniorenbereich einheitlich ausstatten und das Trainingsequipment modernisieren. Neuzugänge werden direkt ins Team und in die Abläufe integriert und ausgestattet“, so Kalchauer.

Zum Trainings- und Spielequipment gehöre auch die Analyse der Spieleinheiten. Alle Partien werden nämlich aufgezeichnet und den Spielern zur Verfügung gestellt. „Wenn man seine eigenen Fehler im Spiel direkt sieht, sorgt das oft für ein besseres Verständnis“, sagt Lichtenegger. Außerdem sei es für den Trainer ein wichtiges Instrument, um die Trainingsinhalte abzustimmen.

„Wir richten unseren Fokus vor allem auf die jungen Spieler, die jedoch auch die Chance haben sollen, von bereits erfahrenen Stammkräften zu lernen“, sagt   Kalchauer. „Die gute Aus- und Weiterbildung hat sich der Verein auf die Fahnen geschrieben, damit die Kreisliga auch als Sprungbrett in eine höhere Klasse gelingen kann. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass das kein Einzelfall ist.“

Durch die Rückkehr von einigen verletzten Spielern zeigen sich die Verantwortlichen optimistisch, dass der Klassenerhalt in der Frühjahrsrunde erreicht werden kann. Damit das tatsächlich gelingt, hoffen Kalchauer und Lichtenegger, in der Winterpause noch Verstärkungen zu finden, um dann ab März die Kreisliga auch im siebten Jahr sichern zu können.

20251120 183910...sind optimistisch für die Rückrunde, Abteilungsleiter Christoph Kalchauer (li.) u. Trainer Michael Lichtenegger
(Foto: M. Fuchs) 

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